Angetrieben durch den hohen Bedarf an Schutzausrüstung unterstützt 3D Startup Campus NRW die Stadt Solingen in der Corona-Krise durch die Herstellung der sogenannten „Face Shields“, die im 3D-Druck bzw. in der Additiven Fertigung hergestellt werden und von medizinischen Fachkräften im Kampf gegen Covid-19 verwendet werden. Um den Engpass in der Schutzausrüstung zu überbrücken haben wir unsere 3D Werkstatt auf die Produktion der „Face Shields“ umgestellt.

Um unsere Produktion richtig aufzudrehen stattete uns die „IGO3D GmbH“ in kürzester Zeit mit 10 neuen Creality CR-10 V2 3D Druckern aus. Mehr Informationen zu unserem Produktionsprozess kann diesem Info-Video entnommen werden, welches wir zusammen mit  „IGO3D GmbH“ veröffentlicht haben.

 

Auch bei diesem Unterfangen konnten wir auf die Hilfe von vielen freiwilligen Helfern zählen, allen voran Mario Mosler, Produktentwickler bei der „Knipex Gruppe“  und Designer des BERGISCHEN SCHILDES, der sein Design für „BERGISCHE SCHILDE“ öffentlich teilte und aktiv mit uns zusammen arbeitete um den Produktionsprozess weiter zu verfeinern.

Mario Mosler, der Entwickler vom „BERGISCHEN SCHILD“

Wir vom 3D Startup Campus NRW haben neben der Fertigung dabei eine zentrale Rolle für die Sammlung, Koordination und Montage der „Face Shields“ übernommen.

All dies wäre in dieser Kapazität nicht ohne unsere zahlreichen Helfer möglich gewesen, die eigene Ressourcen nutzten, um selber „Face Shields“ zu drucken und uns diese zur Montage und Abgabe anvertrauten. In diesem Sinne bedanken wir uns sehr herzlich bei den Lehrern Daniel Bräu und Olaf Peintner-Werth vom Technischen Berufskolleg Solingen, Christian Prison von „codecentric“ und Katrin Burkatzki und Werner Koch vom ansässigen Startup „Excit3d„, die uns alle bei der Produktion tatkräftig unterstützen und einen großen Beitrag leisten, dieses Projekt zu dem zu machen, was es geworden ist.

Herr Peintner-Werth (Mitte) vom Technischen Berufskolleg Solingen mit dem Technologiemanager vom 3D Startup Campus NRW Evgeniy Khavkin (links), Unser Praktikant Stephan Kremer (rechts).

Daniel Bräu, Lehrer am Technischen Berufskolleg Solingen spendet die 3D gedruckten Bügeln für die „Face Shields“.

 

Christian Prison von „codecentric“

 

Katrin Burkatzki, Geschäftführerin von Excit3D GmbH

Bei der Logistik zählen wir auf die Unterstützung vom Rettungsdienst Solingens, vertreten durch Jürgen Rüttgers, der die Verteilung der fertig zusammengebauten „Face Shields“ in der Stadt koordiniert.

Die erste Ladung wurde offiziell an Oberbürgermeister Tim Kurzbach übergeben, der dieses Vorhaben mit großem Interesse verfolgte und unterstützte, und gemeinsam mit Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen und des Gründer und Technologiezentrums, die Kooperation des 3D Startup Campus NRW mit der Stadt Solingen koordinierte.

v.l.n.r. Jürgen Rüttgers (Vertreter des Rettungdienst Solingens, Tim Kurzbach (Oberbürgermeister Solingen), Evgeniy Khavkin (Technologiemanager 3D Startup Campus NRW), Frank Balkenhol (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen), vorne Stephan Kremer (Praktikant, 3D Startup Campus NRW)

Und nicht zuletzt bedanken wir uns bei unseren Partnern beim „3D Netzwerk„, die in unserem Namen einen Aufruf zur Produktion der „Face Shields“ gestartet haben.

Dank all unseren Helfern konnten wir bisher schon weit mehr als 1000 dieser „Face Shields“ an den Rettungsdienst spenden, und wir sind noch lange nicht fertig! Während alternative Herstellungsmöglichkeiten wie z.B. Spritzguss noch evaluiert werden, können wir dank der flexiblen Natur des 3D Drucks jetzt schon einen Teil des überwältigenden Bedarfes decken.

Selbst jetzt arbeiten wir noch an der Verfeinerung des Designs des Schildes, um dieses an die Wünsche der Kollegen beim Rettungsdienst anzupassen. Zu diesem Zeitpunkt produzieren wir 2 verschiedene Designs. Neben dem „Bergischen Schild“ produzieren wir auch ein eigenes Design, welches unser Technologie Manager Evgeniy Khavkin anhand eines Open Source Designs direkt an die Wünsche der Abnehmer angepasst hat.

Dieses Design ist allerdings nicht stapelbar, weshalb wir momentan einen Kompromiss eingerichtet haben: Tagsüber drucken wir unsere hauseigenen Designs und über die Nacht lassen wir die Drucker die „Bergischen Schilde“ drucken.

Hier im Vergleich: Links der „Bergische Schild“ und rechts unser eigenes Design.

 

Ein Vertreter der Feuerwehr holt die zweite Ladung der „Face Shields“ ab um diese dorthin zu bringen wo sie am meisten gebraucht werden.

Auch das ansässige Startup Manugoo hat mit unserer Hilfe eine Maskenhalterung im 3D-Druck umgesetzt, welche im Online-Shop von Flolrian Meise erhältlich ist und mit einem individuellem Firmenlogo versehen werden kann.

CEO von „manugoo“, Florian Meise

Der „Face Shield“ ist lediglich eine Zusatzmaßnahme zum Tragen einer Atemschutzmaske und sollte nur in Kombination mit einer Atemschutzmaske verwendet werden und stellt keinen Ersatz für eine Atemschutzmaske dar. 

 

 

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